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Jahreswechsel - Probleme

Alle Jahre wieder gibt es zur Jahreswende ein Problem. Zu Silvester wird geknallt und geböllert, was das Zeug hält, Raketen und andere Lichteffekte erhellen blitzend und funkelnd den Himmel. Die Menschen wollen mit diesem Lärm die Geister des alten Jahres vertreiben und vertreiben oft, so ganz nebenbei, die Hunde in die hintersten Winkel des Zuhauses.

Zwergenkind muss sehen können, woher das Licht und das Geknalle kommt und benötigt dazu nur einen Platz auf dem Arm an einem Fenster. Das Köpfchen an der Schulter wird er jedem Lichtfunkeln hinterher schauen. Eigentlich sollte man die Hunde nicht einer so starken Reizüberflutung aussetzen, bei Zwergenkind weiß ich genau, dass er das Interesse verliert, wenn es ihm zu viel wird.


Jedes Jahr gibt es die Diskussion, ob man die Angst der Fellnasen nicht noch unterstützt wenn man sie “bekuschelt”. Ich persönlich würde es von der Höhe des Stresslevels der Fellnase abhängig machen. Bei Max wäre es ohne Kuscheln, Trösten und allerlei Hilfe nicht möglich gewesen, den Altjahrabend zu überstehen. Er ging am 31. nur noch bis zum Mittag Gassi und dann nur noch kurz in den Garten. Es wurde erst am 2.1. wieder besser, wenn die Knallerei zu Ende war.

Neben den schon beschriebenen Möglichkeiten gibt es bei Angst vor lauten Geräuschen noch die Methoden von Linda Tellington-Jones. Hier kann man auf einem Video  die Griffe sehen – von Linda Tellington-Jones vorgeführt. Bei Angst vor lauten Geräuschen hat sich Ohren TTouch bewährt. Auch das Körperband leistet oft gute Dienste. Um nicht binden zu müssen kann man auch das TTouch Thundershirt verwenden – ich habe, um auszuprobieren ob mein Hund etwas enges mag, ein “Girlieshirt” versucht – also ein ziemlich körpernah geschnittenes T-Shirt.


Caroline Ingraham empfiehlt in ihrem Buch das ätherische Öl des Weihrauch's (Boswellia sacra) gegen die Angst vor der Knallerei. Wir werden es dieses Jahr mal mit einer Räucherung mit Weihrauch versuchen.

Es ist wichtig, Tipps individuell auf die jeweilige Fellnase “zugeschnitten” anzuwenden. Und wenn möglich auch nicht selbst zu knallen…..

Noch ein wichtiger Faktor – bitte auf keinen Fall die Hunde beim Spaziergang ableinen. Der Vierbeiner könnte sich erschrecken und weglaufen. Die Gefahren, die dann lauern gehen von Verletzungen, in ein Auto laufen (mit schlimmen Verletzungen), nicht nach Hause finden und umher irren (noch mehr Stress und Trauma). Ich habe immer einen großen Vorrat an Leckerchen mitgenommen und Max dadurch ein wenig abgelenkt.

Zwergenkind und ich wünschen einen GUTEN und stressfreien, entspannten RUTSCH und 2015 für alle Vier- und Zweibeiner Gesundheit und Glück

 

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